Neuer Hilferuf: Straßenkatzen in Not

///Neuer Hilferuf: Straßenkatzen in Not

Neuer Hilferuf: Straßenkatzen in Not

Das Leid der Straßenkatzen ist ein besonders großes – häufig befinden sich die freilebenden Katzen in einem schlechten Zustand. Flöhe, Darmparasiten oder auch Ohrmilben schwächen ihr Immunsystem. Dazu kommt die tägliche Suche nach Futter, die es den Vierbeiner besonders in der kalten Jahreszeit sehr schwer macht. Gerade im Winter benötigen sie ausreichend Futter, um gegen die Kälte ankommen zu können.

Die große Futtersammelaktion – Straßenkatzen in Not – kommt den Samtpfoten zu Gute, die in Deutschland, Italien und Spanien auf der Straße leben und von drei Vereinen unterstützt werden. Die Samtpfoten eint das Schicksal der Straße:

Deutschland

Vielen ist nicht bewusst, dass alleine in Deutschland über 2 Millionen Straßenkatzen leben.

Diese Streuner stammen ursprünglich von nicht kastrierten Hauskatzen ab oder sind selbst Hauskatzen, die von ihren Besitzern auf der Straße „entsorgt“ wurden. Die Katzen, die schon länger auf der Straße leben, sind häufig nicht mehr vermittelbar. Sie sind scheu und haben sich trotz der harten Bedingungen an das Leben dort draußen gewöhnt. Daher können die Tierschutzvereine hauptsächlich helfen, indem sie die Katzen kastrieren, medizinisch versorgen und natürlich für ausreichend Futter an den Futterstellen sorgen.

Für die Samtpfoten, die einfach ausgesetzt wurden, ist das Leben auf der Straße gleichwohl härter. Sie sind es nicht gewohnt, an Orten aus Beton und Asphalt ihr Leben zu verbringen. Auch das dichteste Fell schützt dann nicht mehr vor der kalten und nassen Jahreszeit. Der Schock ausgesetzt worden zu sein und die Angst nun Tag und Nacht auf der Straße zu verbringen, lähmt die Katzen bei der Nahrungssuche auf unbekanntem Terrain. Viele dieser sehr scheuen Tiere gewöhnen sich nicht mehr an den Menschen. Sie sind nun auf die Futterstellen angewiesen, die häufig von den Tierschutzvereinen betreut werden.

Neben der Versorgung der Tiere ist es unerlässlich, auch für die nötigen Kastrationen zu sorgen. Nur so lässt sich der wachsenden Population einigermaßen Einhalt gebieten. Den Tierschutzvereinen ist das Problem natürlich bekannt und sie organisieren Kastrationen, soweit es möglich ist. Es sollte aber natürlich im Interesse des Gemeinwohls liegen, dass Katzen kastriert werden müssen. Denn auch die ausgesetzten Hauskatzen oder die, die den Freilauf nutzen, tragen maßgeblich zum Anstieg der Population bei. Leider haben bisher nur wenige Städte und Gemeinden eine Kastrationspflicht eingeführt.

In jedem Fall können wir dankbar sein, dass viele deutsche Tierschutzvereine für diese Katzen da sind. So zum Beispiel auch die Katzenhilfe Bremen e.V. Mit dieser Futtersammelaktion sammeln wir auch für den Bremer Verein Futter, um die wertvolle Arbeit zum Wohle der Straßenkatzen zu unterstützen.

Italien

Nach wie vor ist Italien eines der beliebtesten Urlaubsparadiese. Auch, wenn es für uns ganz normal ist, gemeinsam mit einer Katze als Haustier liebevoll zusammenzuleben, ist die Situation in Italien ganz anders. Besonders in Süd-Italien ist die Einstellung der Bevölkerung zu Katzen weit von der unseren entfernt. Die sensiblen Samtpfoten trifft es hart, wenn sie als Straßenkatzen enden. Das Leben ist im Sommer heiß und karg und in den Wintermonaten kalt und feucht – dazu kommt häufig die fehlende Unterstützung. Zwar stehen auch die Katzen unter dem Schutz des italienischen Tierschutzgesetzes, allerdings fehlt es meist an der Umsetzung. Entweder fehlen Räumlichkeiten, finanzielle Mittel oder auch einfach das wirkliche Interesse zu helfen. So kommt es, dass die unterernährten Kätzchen nur schwer Futter finden und sich häufig unkontrolliert vermehren. Katzen, die sich einmal ernsthaft verletzen, sterben oft qualvoll.

Daher ist es uns eine Herzensangelegenheit mit diesem Projekt eine wahre Tierschutz-Einzelkämpferin aus Süd-Italien zu unterstützen. Doris betreut auf der Insel Ischia (Nähe Neapel) 40 Katzenkolonien und rettet so Tag für Tag Leben.
Und nicht nur das: Jedes neue Tier wird kastriert, um gegen die wachsende Population anzugehen. Ein wirklich unterstützungswürdiges Projekt, für das jeden Tag Futter benötigt wird.

Spanien

Auch in Spanien sind die Bedingungen für Straßenkatzen erbärmlich.
Nach wie vor werden in dem beliebten Urlaubsziel Tötungsstationen für Katzen und Hunde betrieben. Es wird zwar nicht mehr nach 21 Tagen getötet, aber häufig noch dann, wenn eine sogenannte Perrera (Tötungsstation) voll ist.
Die Bevölkerung selbst zeigt auch keinen besonders hohen Willen, das ändern zu wollen: Das Bewusstsein für den Tierschutz hält sich sehr in Grenzen – und das schon seit Generationen.
Wenn man sich die Situation z.B. in den großen Städten anschaut, kommt einem das Grauen. Katzen werden ausgesetzt, sobald sie nicht mehr im Haushalt erwünscht sind und vermehren sich fast schon blitzartig. Im warmen Mittelmeerraum werden Katzen nämlich häufiger rollig als in unserer Region. Das führt zu einer beispiellosen Vermehrung, die viel Katzenleid mit sich bringt.

Während der Recherche zu dieser Futtersammelaktion haben wir von schlimmen Geschichten erfahren, die den Straßenkatzen zustoßen. Nicht nur Krankheiten und Futternot können ihr Schicksal besiegeln, sondern auch ihr eigener Entdeckungsdrang. Einige verlassen das Versteck ihrer Mutter und bleiben in Rohren und Kanäle stecken, um dann jämmerlich zu verhungern und zu verdursten.
Daher haben wir nach einem Projekt Ausschau gehalten, das sich besonders aufopfernd für Straßenkatzen in Spanien einsetzt. In Madrid kooperiert der Verein Sieben-Katzenleben e.V. mit so einem sehr engagierten Tierheim (Asociacion Nacional Amigos de los Anomales). Auch wenn es im Verwaltungsbereich von Madrid keine Tötungen mehr in den Perreras geben darf, verschlimmert sich die Situation der Samtpfoten vor Ort. Die Perreras können keine Tieren mehr aufnehmen, so dass im wahrsten Sinn des Wortes das Schicksal dieser armen Seelen meist auf den Straßen endet. An dieser Stellte hilft Irene mit ihrem kleinen Madrider Tierheim, in dem sie für die Tiere sogenannte Kolonien schafft. Dort werden schützende Hütten aufgestellt und vor allen Dingen Futter bereitgestellt.

Ganz gleich wohin man schaut – Straßenkatzen haben ein hartes Leben. Daher möchten wir ihnen mit dieser Futtersammelaktion helfen. Je mehr Futter wir sammeln können, umso mehr nehmen wir den Tierschutzvereinen die Sorge der Futterbeschaffung. So kann noch mehr Zeit und Geld in die so wichtigen medizinischen Projekte, wie Kastrationen, gesteckt werden.

Deine Futterspende rettet Leben. Helfe jetzt mit der feed a cat App und spende Futter:

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2019-03-08T11:55:24+00:0015. Februar 2019|aktuelle Aktionen|